Eine der größten Herausforderungen des Wirtschaftsstandortes Deutschland ist heute die Digitalisierung des Schulwesens, um auch zukünftig in Deutschland interessierten und begabten Nachwuchs mit digitalen Qualifikationen für den Arbeitsmarkt bereitzustellen. Der bereits bestehende strukturelle Engpass an technisch qualifizierten Fachkräften wird sich ansonsten noch weiter verschärfen und zu einer Wachstums- und Innovationsbremse für die deutsche Volkswirtschaft werden. Hier will die Initiative „MINT Zukunft schaffen” wegweisend und zukunftsorientiert Impulse für positive Veränderungen setzen. Dafür zeichnet „MINT Zukunft schaffen” u.a. Schulen aus, die sich erfolgreich auf diesem Feld engagieren, und dazu gehört jetzt auch offiziell die Hochtaunusschule Oberursel, die am vergangenen Freitag, 22. November 2019 anlässlich einer feierlichen Urkundenverleihung in Kassel als "Digitale Schule" ausgezeichnet wurde. Das beigefügte Foto zeigt dies (Quellenangabe: (c) Thomas Rosenthal)

Im Vordergrund drei Repräsentant_innen der Hochtaunusschule Oberursel, von links nach rechts: Frau Dr. Cornelia Wagner, Schulleiter Herr Dr. Markus Büchele und Frau Elke Roy. Im Hintergrund die „Jury“ mit den fünf Vorstandsmitgliedern der Initiative „MINT Zukunft schaffen!“, von links nach rechts: Herr Joachim Hüttenrauch, Vice President HR Europe K+S; Herr Stefan Rollmann, Referatsleiter im Hessischen Kultusministerium; Frau Ariane Böhm, K+S; Frau Sabine Stuhlmann, MINT-Botschafterin und MNU Hessen; Herr Prof. Dr. Hannes Federrath, stv. Vorstandsvorsitzender „MINT Zukunft schaffen!“, Präsident der Gesellschaft für Informatik e.V.

 

Die Hochtaunusschule Oberursel ist seit vielen Jahren bekannt dafür, dass sie äußerst aktiv und erfolgreich im digitalen Sektor unterwegs ist und zahllose Schülerinnen und Schülern auf dem Weg in diese Richtung unterstützt. Davon zeugen nicht zuletzt die strategischen Partnerschaften unserer Schule mit dem Fachbereich Informatik der Hochschule Darmstadt (h_da) seit 2018 und mit der Firma Rolls-Royce Deutschland, mit welcher seit kurzem, am 7. November 2019 ein Stipendien-Programm für hochbegabte Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums und der Fachoberschule der Hochtaunusschule vereinbart wurde (vgl. unsere Pressemitteilung vom 23.10,2019).

 

Diese vielfältigen Aktivitäten und Initiativen an der HTS auf diesem Gebiet seit vielen Jahren werden durch die Auszeichnung als „Digitale Schule“ nicht nur anerkannt und geehrt, sondern vor allem auch im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung zu einer weiteren Steigerung und Optimierung angespornt und motiviert. Denn Auszeichnungen wie diese werben für unsere Schule und lassen immer mehr Jugendliche, die sich für eine berufliche Karriere in diesem Sektor interessieren, auf uns aufmerksam werden. Nicht zufällig ist unser Leitspruch: „Karriere durch Technik“!

 

Mehr Infos zu der Initiative finden Sie im Internet auf der Homepage der Organisation:

https://civicrm.mintzukunft.de/sites/all/modules/civicrm/extern/url.php?u=1090&qid=272735

Eine Pressemitteilung mit Fotos unter:

https://civicrm.mintzukunft.de/sites/all/modules/civicrm/extern/url.php?u=1091&qid=272735

 

Weitere Presse-Infos unter:

https://mintzukunftschaffen.de/presse/

 

Termine

05.10.-17.10. Herbstferien
21.12.-09.01.  Weihnachtsferien

Bibliothek

Die Bibliothek hat zur Ausleihe der Bücher zu folgenden Zeiten geöffnet:

Montag 09:50 - 10:35
  11:40 - 13:10
Donnerstag 10:35 - 11:20
Freitags 12:30 - 13:10

Verwaltung

Schüler_innen

Schulleitung

Aktuelles

Hygienemaßnahmen an der Hochtaunusschule

 

Krystyna Kozak - Ein ganz gewöhnliches polnisches Mädchen

Die 1928 geborene Krystyna Kozak (Bild 1) erlebte als 10-jähriges Mädchen den Einmarsch der deutschen Wehrmacht im September 1939 und die Schrecken der Besatzungszeit in Polen bis 1945. Als Augenzeugin berichtete sie viele Jahre später davon an mehreren Schulen in Deutschland.


Krystyna Kozak war damals, wie sie selbst sagt, „ein ganz gewöhnliches polnisches Mädchen“. Und diesen Titel trägt auch ihr jetzt erschienener Augenzeugenbericht, den der engagierte Religionslehrer Marc Fachinger herausgegeben hat, der lange Jahre auch an unserer Hochtaunusschule in Oberursel tätig gewesen ist und der Krystyna Kozak bereits seit ihrem ersten Deutschlandbesuch 2002 kennt. Damals war Fachinger noch Pastoralreferent in Königstein und holte die zu dieser Zeit schon betagte Seniorin erstmalig in den Taunus. Als er als Lehrer an unsere Hochtaunusschule wechselte, lud er sie im Jahr 2008 hierher ein. Frau Kozak kam als Zeitzeugin zu uns nach Oberursel, um vor zahlreichen Schülerinnen und Schülern verschiedener Schulformen und Klassenstufen über die dunkelsten Tage ihre Jugend zu sprechen. Und es ist Schreckliches, kaum Vorstellbares, was sie zu berichten hat: Als Kind erlebte sie den Einmarsch der Deutschen in ihrer Heimatstadt Grudziądz (Graudenz) im September 1939 (Bild 2). Quasi über Nacht veränderte sich das Leben von Familie Kozak (Bild 3), und geradezu schlaglichtartig zeigt sich dies am Verhalten einer deutschstämmigen Nachbarsfamilie, mit denen sie bis dahin befreundet waren: „Wir hatten viel miteinander erlebt, wir Kinder spielten viel miteinander, doch über Nacht waren wir plötzlich der Feind“, so Kozak. Es geht Zuhörern wie Lesern unter die Haut, wenn die Seniorin berichtet, wie der Nachbarssohn Paul, der – einige Jahre älter als Frau Kozak - mit den polnischen Nachbarskindern groß geworden ist, eines Tages in SS-Uniform auftaucht und offenbar ganz beiläufig und wie selbstverständlich berichtet, dass er „den ganzen Tag schwer gearbeitet und Polen erschossen“ habe. Die Eltern von Frau Kozak werden, wie fast alle Einwohner des Ortes, zu Augenzeugen einer willkürlichen Erschießung von zehn polnischen Geiseln auf dem Marktplatz der Stadt (Bild 4). Das Buch ist voller solcher Passagen, die einem den Atem stocken lassen. Das Schlimmste für sie und ihre Familie kommt dann aber mit der Internierung im Konzentrationslager Potulice bei Bydgoszcz, dem damaligen Bromberg (Bild 5) im Sommer 1944, als die Autorin gerade mal 15 Jahre alt ist. Die Deportierten mussten sich bei der Ankunft im Lager (Bild 6) nackt ausziehen und sich die Haare scheren lassen. Der Lageralltag war der blanke Horror: Schläge, Demütigungen, härteste Arbeit, Todesangst und dauernde Ungewissheit, ob man selbst und die Familie den nächsten Tag noch erleben werden, bestimmten sieben Monate lang ihr Dasein. Diese Zeit prägte auch ihr gesamtes Leben bis heute: „Wenn ich das erzähle, dann sehe ich wieder alles vor mir, das Lager, das Tor, die SS-Männer. Dann überlebe ich das alles von Neuem“, sagt sie.

Abitur 2020 am Beruflichen Gymnasium

Am Dienstag, dem 16. Juni wurden 23 Abiturienten des Beruflichen Gymnasiums der Hochtaunusschule Oberursel im Rahmen einer akademischen Abitur-Abschlussfeier feierlich verabschiedet und erhielten aus den Händen ihrer Tutoren das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife. Dabei wurden die Jahrgangsbesten Leonie Donskoj, Maximilian Ernst, Dev Grimm, Tom Riehl, Sebastian Rose, Dominik Schlegeit und Ben Zeischke mit einem Buchgeschenk geehrt. Insgesamt wurde vom Abiturjahrgang 2020 eine Durchschnittsnote von 2,46 erreicht.

Die Absolventen aus den drei Schwerpunkten Datenverarbeitungstechnik, Technische Informatik und Mechatronik haben aus heutiger Sicht bei Ihrem Eintritt vor 3 Jahren eine zukunftsweisende Entscheidung getroffen. Gerade in der Mechatronik, Elektro- und Informationstechnik können sie beruhigt in die Zukunft blicken - ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt werden eher noch besser, als sie ohnehin schon sind. Der Trend zu Elektromobilität, Industrie 4.0 etc. wird den Bedarf an Fachkräften weiter erhöhen und gerade in den drei genannten Schwerpunkten den Absolventen viele berufliche Möglichkeiten eröffnen.

Exkursionen

Spanienaustausch

Vom 1. bis 8. Februar waren wir, 6 Schülerinnen und Schüler der Hochtaunusschule und 9 Schülerinnen der Feldbergschule, in Igualada/Katalonien (60 km von Barcelona entfernt) zu einer Schüleraustauschfahrt. Wir haben bei unseren Partnern in Familien gewohnt, am Unterricht der Schule (Institut Pere Vives Vich) teilgenommen und Ausflüge und Besichtigungen unternommen.

 

„Zukunft der Produktion“

Die „Formnext“ als Weltleitmesse für 3d-Druck (Fachbegriff: „Additive Fertigung“) hatte in der Woche vom 19.11.19 bis 22.11.19 in Frankfurt am Main ihre Pforten geöffnet.

Insgesamt rund 45 Schüler der Hochtaunusschule (industrielle Metallberufe, Leistungskurs Mechatronik und die 3D-Druck AG) sowie ein Ausbilder der Fa. Rolls Royce verschafften sich am 21. und 22.11.19 einen Überblick über die neusten Entwicklungen. Die Eintrittskarten hierfür wurden dabei freundlicher Weise von den Firmen Trumpf, Zeiss und OR Laser „gesponsert“.

In den vielfältigsten Industriebereichen wie Automotive, Luft- und Raumfahrt, Maschinenbau, Medizintechnik und Elektrotechnik gewinnt seit Jahren der 3D Druck als Produktionsverfahren immer größere Bedeutung. Selbst Fahrräder aus Titan, Gitarren aus Stahl, der Bremssattel des 1500 PS Bugatti Chiron können vollständig 3d-gedruckt werden.  Auch die ersten menschlichen Behausungen auf dem Mars sollen eines Tages aus Sand vor Ort gedruckt werden…

Friseur*innen- Nachwuchs bei Wella

Der Besuch des Wella Studios in Frankfurt ist jedes Jahr ein Highlight für die Friseur-Auszubildenden aller Lehrjahre.

 

Der Mix aus verschiedenen Friseurtätigkeiten, den die Expert*innen von Wella uns zeigten, war für alle inspirierend und interessant. Besonders unserem dritten Lehrjahr wurde bewusst, was sie alles in den letzten Jahren gelernt haben. Das motiviert für die letzte Phase der Ausbildung.